Australien 2026 – Raceday

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Australien 2026 – Raceday

Tag 16 – Race Day: Der große Lauf über die Harbour Bridge ins Ziel am Opernhaus

Morgenstund und Aufbruch zum Start

Als der Wecker um 4:30 Uhr klingelte, schlüpften wir zügig in unsere am Vorabend zurechtgelegten Laufsachen und machten uns auf den Weg zum Frühstück. Um den Magen nicht zu belasten, gilt die Regel, etwa drei Stunden vor dem Start die letzte Mahlzeit einzunehmen. Das Hotel hatte seine Türen freundlicherweise extra früh geöffnet, um die vielen Läufer zu verpflegen. Während die allerersten Wellen bereits um 6:30 Uhr auf die Strecke geschickt wurden, hatten wir mit unserer Startzeit kurz nach 8:00 Uhr noch etwas Puffer. Die Zeitumstellung spielte nach über zwei Wochen in Australien glücklicherweise keine Rolle mehr. Um 6:00 Uhr begleiteten uns Sarah und Simon zur Metro. Nach einer kurzen, vollbesetzten Fahrt und einem zwanzigminütigen Fußmarsch durch das erwachende Sydney erreichten wir das Startareal, wo mit jedem Minute die Anspannung spürbar stieg.

Gänsehaut auf der Harbour Bridge und das Auf und Ab der City

Nachdem wir rund eine halbe Stunde vor dem Start in den eigentlichen Aufstellungsbereich geleitet worden waren, ging es pünktlich los. Die ersten anderthalb Kilometer führten stetig bergab in Richtung Harbour Bridge, die wir bereits bei Kilometer zwei überquerten. Die Überquerung des Wahrzeichens war das erste große Highlight des Tages und bot einen grandiosen Ausblick auf das Opernhaus und die wolkenkratzergeprägte Skyline. Die folgenden 15 Kilometer schlängelten sich durch das Stadtzentrum, geprägt von einem ständigen, kräftezehrenden Auf und Ab. Ab Kilometer 16 kreuzten wir erstmals Abschnitte, auf denen uns Läufer entgegenkamen, die bereits kurz vor dem Ziel standen – eine mentale Herausforderung, die sich an verschiedenen Wendepunkten der Strecke noch wiederholen sollte.

Hitzeschlacht, Parkschleifen und der Endspurt

Nach etwa 24 Kilometern erreichten wir den entferntesten Punkt des Kurses und traten den Rückweg an. Die Route führte jedoch keineswegs auf direktem Weg zurück, sondern schlug noch zwei weitläufige Schleifen um einen großen Park. Die dicht belaubten Bäume spendeten dabei willkommenen Schatten vor der mittlerweile kräftig brennenden Sonne. Ab Kilometer 25 entschieden wir uns, wie viele andere Teilnehmer auch, regelmäßig kurze Gehpausen einzulegen, um die Kräfte sinnvoll einzuteilen. Auf dem letzten Kilometer ging es schließlich mit leichtem Gefälle hinab zum Hafen. Hier drehte die Kulisse noch einmal auf: Die Zuschauerfeuerwehr sorgte für echte Major-Marathon-Stimmung, wie man sie aus Berlin, London oder New York kennt. Beseelt von diesem Jubel und der fantastischen Kulisse schüttelten wir die Müdigkeit ab und liefen nach 4:57 Stunden glücklich über die Ziellinie am Opernhaus.

Medaillen, Kleiderbeutel-Glück und After-Run-Dinner

Mit schweren Beinen steuerten wir durch den Zielbereich, nahmen unsere wohlverdienten Medaillen entgegen und versorgten uns mit Getränken. Zu unserer großen Erleichterung klappte die Abholung des Kleiderbeutels trotz der am Vortag vertauschten Startnummer völlig reibungslos. Nach einer kurzen Rast machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel, wo eine ausgiebige Dusche und das Hochlegen der Beine auf dem Programm standen. Am Abend kamen wir mit Teilen der Reisegruppe in einer nahen Bar zum gemeinsamen After-Marathon-Dinner zusammen. Bei gutem Essen und kühlen Getränken wurden die Erlebnisse des Tages ausführlich ausgewertet, bevor wir erschöpft, aber rundum zufrieden ins Bett fielen.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Anonym

    Ihr seid großartig 🫶
    Herzlichen Glückwunsch 😎🤩

    1. Anonym

      PS: Liebe Grüße von Kira 😂

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