Tag 7 – Von Brisbane über Surfers Paradise und Brunswick Heads nach Byron Bay
Ein letztes Mal schauten wir beim Frühstück im 12. Stock unseres Hotels über Brisbane, bevor wir uns auf den Weg nach Süden machten. Die ersten Kilometer führten uns durch den dicht besetzten Berufsverkehr, ehe wir den Pacific Highway erreichten. Bei entspannten 100 km/h rollte der Verkehr ruhig dahin, was das Fahren im Vergleich zum deutschen Autobahnalltag sehr angenehm machte. Gut 160 Kilometer lagen auf dieser Etappe vor uns.
Bei der morgendlichen Planung hatten wir beschlossen, den ein oder anderen Zwischenstopp einzulegen. Unser erstes Ziel war Surfers Paradise. Ich hatte mir darunter einen eher beschaulichen Küstenort mit kleinen Cafés und vielen Surfern vorgestellt. Vor Ort trafen wir jedoch auf eine moderne, stark auf Tourismus ausgerichtete Stadt mit hohen Gebäuden, künstlichen Wasserstraßen und angelegten Inseln. Das Ensemble war durchaus ansprechend, entsprach aber nicht ganz unseren Erwartungen an ein ruhiges Küstendorf. Nach einem kurzen Spaziergang und einem Espresso fuhren wir weiter.
Da wir zunächst einer Straße direkt an der Küste folgten, kamen wir wegen der engen Bebauung und vieler Ampeln nur langsam voran. Nach etwa 20 Kilometern bogen wir wieder auf den Pacific Highway ab, woraufhin es zügiger weiterging. Den zweiten Stopp legten wir in Brunswick Heads ein. Dieser Ort passte gut zu unseren Vorstellungen von einer entspannten Küstengemeinde mit wenig Verkehr und ruhiger Atmosphäre. Wir nutzten die Gelegenheit für ein einfaches Mittagessen.
Gegen 15:00 Uhr erreichten wir schließlich Byron Bay und checkten in unserer Unterkunft ein. An der Rezeption empfahl man uns eine Wanderung entlang des Küstenwegs hinauf zum Leuchtturm. Die Nachmittagszeit eigne sich besonders gut, um Ausschau nach Koalas, Walen und Delfinen zu halten. Zudem könne man dort oben den Sonnenuntergang beobachten.
Wir machten uns sogleich auf den Weg. Am Strand fielen uns erneut die öffentlich zugänglichen, elektrischen Grillstationen auf, die auch hier rege genutzt wurden. Der Wanderweg verlief abwechslungsreich an den Klippen entlang und bot gute Ausblicke auf den Ozean. An einer Stelle zogen wir die Schuhe aus, um einen schmalen Bach zu überqueren und eine kleine Aussichtsplattform auf einem Felsen im Wasser zu erreichen.
Wenig später machten uns andere Spaziergänger auf einen Koala aufmerksam, der etwa zehn Meter über uns in einem Eukalyptusbaum saß – diesmal tatsächlich in freier Wildbahn. Am Cape Byron, dem östlichsten Punkt des australischen Festlandes, sahen wir von den Klippen aus zudem Delfine und Buckelwale im Meer. Kurz vor dem Leuchtturm lief uns am Wegesrand noch ein kleines Wallaby über den Weg.
Am Leuchtturm hatten sich bereits viele Menschen versammelt, um das Ende des Tages abzuwarten. Wir schauten der Sonne beim Untergehen zu und traten danach den Rückweg an. Da der Pfad nun größtenteils durch den rasch nachdunkelnden Wald führte, achtete man automatisch etwas aufmerksamer auf Geräusche im Gebüsch. Wir kamen jedoch ohne Zwischenfälle wieder im Ort an und schlossen den Tag mit einem asiatischen Abendessen ab.
